Im Sommer letzten Jahres stieß ich im IKEAhackers blog auf eine sehr coole Idee, dort hatte jemand einen LACK Tisch mit Scrabble Steinen bestückt und damit ein ziemlich einzigartiges Möbelstück gebaut.
Ich fand das ganze damals extrem cool und wollte es jetzt in der neuen Bude auch haben. Letztes Wochenende habe ich das Teil fertig gestellt und hier gibt es meine Bauanleitung dazu.
Einkaufsliste:
- LACK (Größe egal) aus einem IKEA Deiner Wahl
- Scrabble Steine (siehe Vorbereitung)
- Sandpapier
- Putztuch
- Klebstoff (Universal oder Holz)
- Zahnspachtel (fein)
- Klarlack + Pinsel
Vorbereitung:
OK wir wollen einen LACK Scrabble Tisch bauen, ergo brauchen wir so ein LACK Teil, egal in welcher Form und Größe, sowie einige Hundert Scrabble Steine. Die günstigsten habe ich auf ebay.co.uk gefunden, importiert aus Asien. Für den kleinsten LACK (diesen kleinen Tisch, quadratisch) habe ich ca. 800 Steine gebraucht.
Für den ersten Schritt muss ich den Originalauthor zitieren, denn ich könnte es nicht passender beschreiben:
“Whatever you do, do not trick yourself into thinking that wood glue will work – this is a Lack table. Swedish scientists worked for years to ensure that hardly anything will stick to the laminate surface. You just don’t mess with Swedish scientists.”
1. Schritt: Abschleifen
Als erstes macht Euch an die Oberfläche des Tisches und schleift diese mit mittel rauem Sandpapier ab. Macht dies auf jeden Fall draußen, denn diese Laminierung staubt wie nichts Gutes.

2. Schritt: Reinigen
Geht nach dem Abschleifen unbedingt mit dem Putztuch über die Oberfläche, sie muss vor dem Auftragen des Klebers staubfrei sein.

3. Schritt: Einkleistern
Streicht immer nur ungefähr drei Reihen breit Klebstoff auf die Oberfläche und benutzt dazu unbedingt den Zahnspachtel. Dadurch verteilt sich der Klebstoff optimal und hinterlässt später keine Ränder. Klebt nun vorsichtig die einzelnen Steine drauf. Ich wollte bei meinem kleinen LACK die komplette Fläche bekleben, aufgrund der Größe der Buchstabensteine mussten sie bei mir aber an der Seite jeweils ein wenig überstehen.

4. Schritt: Durchhalten
Sobald Ihr die ersten drei Reihen geklebt habt, wiederholt Schritt 3. Macht dies sehr sorgfältig und achtet darauf, dass besonders die äußeren Steinbahnen gerade geklebt sind, schließlich geben sie die Anordnung für alle weiteren Steine vor.

5. Schritt: Halbzeit
Wenn Ihr mit dem kompletten Tisch fertig seid, sollte es in etwa so (oder wenn Ihr ein besseres Auge habt als ich, sogar noch etwas gerader) aussehen.

6. Schritt: LACKieren
Es wird Euch ebenso wenig wie mir gelingen, eine komplett ebene Oberfläche zu schaffen. Um diese jedoch zu versiegeln, gegen Kratzer zu schützen UND die Fugen zu füllen, solltet Ihr noch ein paar Schichten Klarlack auftragen. Achtet dabei darauf, den Lack gleichmäßig zu verstreichen, ihn in die Fugen fließen zu lassen und vor allem mit dem Pinsel langsame gleichmäßige Bewegungen in immer die gleiche Richtung vorzunehmen. Ich habe 3 Schichten Lack aufgetragen und werde das ganze mal beobachten, und eventuell noch 1-2 Schichten nachlegen.

7. Schritt: Freuen!
Bin mit dem Ergebnis super zufrieden, die Oberfläche ist wie gesagt nicht komplett eben, aber als Beistelltisch braucht es das auch gar nicht.

Alle Fotos gibt es noch einmal in größeren Formaten in meinem Flickr Stream. Hier nochmal der Hinweis auf den Originalbeitrag bei ikeahackers.net.