Heute ist es nun also soweit, ich werde die Schweiz nach einem Jahr und einem Monat wieder verlassen. Nachdem ich von den Kollegen reich beschenkt und mit vielen netten Worten bedacht wurde, verbringe ich die letzten Stunden schwermütiger als erwartet.
Ich verlasse die Schweiz nicht sehr traurig und freue mich auf alle zukünftigen Herausforderungen. Dazu zählen zweifellos der neue Job in Hamburg, die geplante Dissertation aber vor allem, dass ich endlich mit Angi zusammen ziehe. Es ist noch zu früh, resümierend auf die Zeit hier zu blicken, daher werde ich mir das für einen späteren Zeitpunkt aufheben.
Gestern war ich mal wieder auf einem Trainings Workshop, Verhandlungsgeschick und Umgang mit dem Kunden war das Thema. Das war in diesem Jahr mein, moment ich zähle an den Fingern nach, achter Workshop. Achtmal saß ich nun also schon mit den Kollegen zusammen und wurde von externen Trainern unterrichtet… und bei JEDEM Workshop fiel in den ersten fünf Minuten der folgende Satz:
Das Programm für heute habe ich extra für Sie stark komprimiert, normal ist dieser Stoff für einen Drei – Tages – Workshop vorgesehen, aber wir haben nur einen Tag zur Verfügung.
Seltsam finde ich, dass ich noch bei keinem einzigen Workshop den Eindruck hatte, dass irgend ein Teil der Inhalte tatsächlich komprimiert wäre. Sehr selten wiesen die Trainer überhaupt darauf hin, dass an bestimmten Punkten vertieft werden könne, Kursmaterialien, deren Deckblatt von den ominösen drei Tagen sprachen, wurden in wenigen Stunden vollständig durchgekaut und Pausen wurden so großzügig gewährt, dass ich mich zuweilen fragte, ob denn überhaupt genug Material für einen Tag vorhanden sei.
Gibt es sie also gar nicht, die berüchtigten Drei – Tages – Workshops? Handelt es sich dabei nur um einen Mythos oder vielmehr nur ein Marketing Schlagwort, um den Kursteilnehmern vor zu gaukeln, wie unglaublich schlau und intelligent sie seien, könnten sie doch eine solche Fülle an Material an nur einem Tag aufnehmen? Im Übrigen hat das ganze auch etwas Gutes: ich wette nun mit den Kollegen in jedem Workshop ob und in welcher Minute obiges Zitat gebracht würde. Gestern habe ich gewonnen.
Leute ist das schön hier. Und ich kann voller Gewissheit sagen: so sollte der Ort für ein Training aussehen. Ich poste dieses Bild voller Genuss, denn es ist hier wirklich traumhaft. Hotel ist klasse, die Minibar ist umsonst und auch das Training ist gut… und für alle, die sich noch an meinen Belgien Aufenthalt im letzten Jahr erinnern, aber auch ganz besonders für meine Angi, die ich heute morgen am Strand am Telefon hatte, noch das folgende kleine Video.
Melde mich aktuell aus Prag, bin hier auf BCS Academy und frisch angekommen. Prag macht bisher einen interessant bis seltsamen Eindruck auf mich. So wurde ich mehrfach auf der Straße angesprochen, ob ich nicht einen Puff aufsuchen möchte, welcher in der nächsten Nebenstraße liegen würde… anscheinend scheint mir das Wort “Tourist” auf die Stirn tätowiert zu sein. Ansonsten wirkt hier alles so ein wenig wie Berlin: dreckig, günstig und unfreundliche Menschen… und es gibt ähnlich viele Sorten wirklich guten Biers :)
Morgen gehts um 7:30 raus und zum Training… ich melde mich wieder.
Am Wochenende war es an uns Neuschweizern unser regelmäßig stattfindendes HP Praktikanten und Anhang Reunion Treffen zu veranstalten. Nebst Seppi, der irgendwie nun auch Teil der Gang ist (hehe) trafen am Donnerstag Babsi und Thomas ein, Tobi kam am Freitag sowie Svenja am Samstag Morgen. Wir verbrachten ein Wochenende voller Gequatsche, Getratsche und Erinnerungen. Wir konnten Zürich bei tollem Wetter zeigen und nächtens bei Fondu vom Ütliberg eine phantastische Aussicht genießen. Am Sonntag gings dann noch zum Rheinfall bei Schaffhausen, den man auf dem unteren Video bestaunen kann. Die warme Februarsonne sorgte nicht nur für Regenbögen, sondern auch für sehr schöne Aufnahmen. Besondere Grüße an dieser Stelle an Ronny nach Kanada, der in Gedanken aber nicht persönlich bei uns war :)
Meine lieben Freunde. Ich möchte diesen Eintrag zu einem Aufruf an Euch nutzen; das neue Jahr ist zwar nun schon ein paar Tage jung, es ist jedoch nie zu spät für gute Vorsetze. Mein heutiges Anliegen betrifft euer jetziges und zukünftiges Email Verhalten. Viele von Euch sind schon fleißig am arbeiten und schicken auch privat oder in der Uni täglich einige Dutzend Emails. Ich habe bereits hier und hier darauf hingewiesen, dass es vielerorts schlechte Angewohnheiten beim Schreiben einer Email gibt, dies setzt jedoch vor allem eins voraus: dass man bereits mit dem Schreiben der Email begonnen hat.
Dieser Appell richtet sich an diesen vorausgesetzten Schritt: REAGIERT AUF EMAILS. Wenn Ihr von einem Kommilitonen oder Kollegen eine Mail erhaltet, wenn Euch ein Kunde anschreibt, mit einem Problem oder einer Anfrage, reagiert darauf. Natürlich meine ich damit auch das tatsächliche Bearbeiten der Mail, aber lasst Euer Gegenüber wissen, dass Ihr mit der Bearbeitung begonnen habt. Eine kurze Antwort (STRG + R) mit einem Einzeiler,
Hallo xxx,
ich kümmere mich/ ich bin an der Sache dran und melde mich, wenn ich Neuigkeiten habe.
Freundliche Grüsse, Robert.
kostet wenig Mühe, das Absenden (STRG + Enter) sogar noch weniger. Versetzt Euch in die Lage des anderen, es wäre als wenn Euch jemand etwas fragt oder um etwas bittet und ihr einfach keine Antwort gebt. Durch ein kurzes Feedback weiß der Absender woran er ist und dass Ihr seine Email gelesen habt. Dass man die in Outlook integrierte Lesebestätigung ebenfalls für diesen Zweck nutzen kann ist mir bewusst, jedoch ist Outlook außerhalb des eigenen Unternehmens nicht immer verbreitet und eine kurze Antwortmail hat den vorteil der persönlichen Reaktion.
PS: Wo wir grade dabei sind, stellt Euch vor Ihr bittet jemanden um die Erledigung einer Sache, die möglicherweise mehr als nur ein paar Stunden seiner Zeit in Anspruch nimmt. Wäre es dann nicht toll, wenn ihr in regelmäßigen Abständen (1x pro Tag oder 1x pro Woche) eine kurze Meldung zum Status der Angelegenheit erhalten würdet? Ihr wüsstet damit immer, wie der Stand der Dinge ist und wann Ihr mit Ergebnissen rechnen könnt. Denn denkt immer daran, Kommunikation funktioniert nur, wenn beide Seiten senden und empfangen und auch Euer Gegenüber hat Zeitpläne, Fristen und Termine. Danke.
Eigentlich bin ich zwar durchaus an unserer Umwelt interessiert, behalte dies aber doch zumeist für mich und habe im stillen meine Meinung zu allem. Sicherlich ist das falsch und man müsste viel mehr machen und mir fällt auch keine gute Ausrede dazu ein. Dennoch möchte ich auf “The Story of Stuff” hinweisen, vielleicht so als ein kleines Alibi. In einem 20 minütigen Video wird der Lebenszyklus all der Dinge gezeigt, die unsere Konsumwut um uns herum gesammelt hat. Absolut sehens- und empfehlenswert.
The Story of Stuff is a 20-minute, fast-paced, fact-filled look at the underside of our production and consumption patterns. The Story of Stuff exposes the connections between a huge number of environmental and social issues, and calls us together to create a more sustainable and just world. It’ll teach you something, it’ll make you laugh, and it just may change the way you look at all the stuff in your life forever.
Dieser Post ist eine Art eigenes pimpen. In emendatio blog in dem Maik und ich schreiben, habe ich einen Eintrag darüber verfasst, warum es mir wichtig ist, hin und wieder Zeit absolut nur für mich zu haben, ohne äußere Einflüsse und Störungen. Die Kernaussage ist die, dass ich in diesen wenigen freien Minuten bzw. Stunden, die ich meist nur am Wochenende finde, die Chance habe, erlebtes zu verarbeiten und zu durchdenken. Auch wenn ich mich besonders stark auf etwas konzentrieren muss, oder kreativ sein möchte, sind diese Momente des Alleinseins sehr wertvoll.
Den gesamten Artikel gibt es hier zu lesen: emendatio – Why I need time on my own und mir hat ganz besonders das folgende Zitat aus einem Artikel, auf den ich dort verweise, gefallen:
I love to be alone. I never found the companion that was so companionable as solitude. (Henry David Thoreau)
Wer die Ereignisse der letzten Woche mitbekommen hat, der weiß, dass es bei 9Live grad heiß hergeht. Warum die ganze Aufregung? Hier ein kurzer Schnipsel dazu von dwdl.de:
Am 13. Mai, kurz nach 23 Uhr, geht beim Anrufsender 9Live der Stein des Anstosses über den Sender. Offenbar aufgrund einer Panne in der Tonregie ist Moderatorin Alida Lauenstein deutlich zu hören, wie sie – so klingt es – Kontakt zur Regie oder Redaktion aufnimmt. Sie sagt: “…noch ein bisschen mitzunehmen. Lasst das doch Max übernehmen. Bei solchen Peaks, schlagt doch später zu”. Mit Peaks wird in der Regel die Anzahl der eingehenden kostenpflichtigen Anrufe bezeichnet und Max Schradin ist Moderator der nachfolgenden Sendung. Kann beim “Hot Button” also vom Zufall keine Rede sein?
Wie es seit dem 13. Mai weiterging erzählt dwdl.de in einer interessanten Zusammenfassung. Unbedingt lesen.