October 8th, 2008
Lesenswert: Das Google Imperium.
Ich habe gerade das Buch “Das Google-Imperium” von Lars Reppesgaard (19,90€, Murmann) ausgelesen und möchte es hiermit ausdrücklich empfehlen. Herr Reppesgaard gibt auf 268 Seiten einen sehr guten Überblick über die Herkunft und Entstehung, sowie das aktuelle Treiben und Streben Googels.
Er ist dabei relativ selten kritisch, sehr oft liest sich der Text recht nüchtern, wird zum Ende hin jedoch noch einmal sehr spannend. Die Kapitel des Buches zeigen sowohl einen zeitlichen Ablauf der Unternehmensgeschichte, als auch einen umfassenden Überblick aller Google Produkte und Leistungen. Viel Neues wird dabei nicht aufgedeckt, es werden jedoch einige interessante Details zu den Werbeprogrammen AdWords und AdSense beschrieben, Googler und Externe kommen zu Wort und das heiße Thema Datenschutz wird mehrfach deutlich angesprochen.
Dabei sind wir auch direkt bei dem Punkt, der mich etwas gestört hat, werden doch bestimmte Ursachen für den Erfolg Googles nicht beleuchtet. Natürlich kann man rein technologisch anführen, dass durch eine immens große Indexdatenbank die Suchergebnisqualität sehr hoch ist. Warum jedoch Menschen Google nutzen und es eben diesen großen Erfolg auf PCs und zunehmens auch auf mobilen Endgeräten hat, darauf wird, von einer verhaltenspsychologischen und soziologischen Sicht, nicht eingegangen. So halte ich den Anruf des Autors am Buchende, doch auch einmal alternative Suchmaschinen zu probieren, um das Risiko, dass persönliche Daten gespeichert werden, zu streuen, zwar für inhaltlich durchaus richtig, jedoch für sehr eindimensional gedacht.
Aber ich will nicht zuviel vorwegnehmen, lest das Buch am besten selbst, ich empfehle es definitiv und freue mich auf Diskussionen :).
Link: Amazon – Das Google-Imperium
Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, möchte aber den Aufruf, auch einmal alternative Suchmaschinen zu probieren, voll unterstützen. Mir geht es dabei allerdings weniger um das Datenstreuen als vielmehr darum, dass einer breiten Schicht unerfahrener Nutzer der Irrglaube genommen wird, Google sei das Internet. Google ist zweifelsohne eine der besten (wenn nicht die beste) Suchmaschine der Welt, dennoch soll es ja noch Seiten geben, die nicht bei Google gelistet sind und dennoch existieren.
Ich teste zur Zeit sehr intensiv Yahoo! und die Live Bildersuche, damit auch das “andere” Internet nicht verstaubt. ;)
Maik kann ich da nur zupflichten.
Im Zusammenhang mit der Empfehlung Roberts möchte ich noch auch “The Search” von John Battelle hinweise. Ist zwar schon zwei Jahre alt, geht aber genau auf die Punkte ein, die Robert beim “Googleimperium” scheinbar vermisst.
Nämlich was Antropologisch und Soziologisch gesehen die Gründe für Googles Erfolg sind und wie sich die Suche im Internet an sich im Laufe der Zeit verändert hat.